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Vorbericht:
Auch SKJE geht verstärkt in die neue
Saison, Martin Fischer kehrt aus Norderstedt zurück, und der
bundesligaerfahrene Christoph Schröder wurde reaktiviert. Auch
wenn es nicht unwahrscheinlich ist, dass Frank Behrhorst und
Volker Ahmels ähnlich selten wie in den letzten Jahren
antreten, wird es doch sehr schwer, unsere Siegesserie gegen
SKJE fortzusetzen.
Ergebnis:
Marmstorf 1 - 7 SKJE
1 Hebbinghaus,H ½ : ½ Schueler,Hend 1
2 Hawellek,Jero ½ : ½ Zart,Ruediger 2
4 Mueller,Jan H 0 : 1 Behrhorst,Fra 3
5 Diekmann,Jens 0 : 1 Moshtael,Wesa 4
6 Schmidt-Braun 0 : 1 Ahmels,Volker 5
7 Mueller,Tobia 0 : 1 Fischer,Marti 6
10 Kielhorn,Seba 0 : 1 Schroeder,Chr 7
14 Peschke,Matth 0 : 1 Zobel,Andrej 10
Spielbericht:
In unserer siebten Landesligasaison standen wir vor dem Abschlusswochenende so dicht wie nie zuvor vor dem Abstieg. Folgende
Tabellenkonstellation erwartete uns vor den beiden Schlussrunden:
6. Union 6 MP, 24 BP
7. Eidelstedt 5 MP, 26,5 BP
8. Marmstorf 3 MP, 23,5 BP
9. Bille 2 MP, 23 BP
10. HSK IV 0 MP, 18 BP
Die Ergebnisse der höheren Ligen ließen erkennen, dass es nur zwei Absteiger geben würde, so dass Union und Eidelstedt den Klassenerhalt
fast sicher hatten, während HSK IV schon nahezu abgestiegen war. Der für den Abstieg entscheidende Wettkampf zwischen Bille und uns war für die
letzte Runde vorgesehen, vorher spielte Bille noch gegen Union und wir gegen den SKJE:
Vor dem Wettkampf gegen den SKJE blickte ich über die Namensschilder, die von den Turnierleitern für diese Veranstaltung vorbereitet worden
waren. (So ein Schild war sogar für unsern Paule B. vorbereitet worden!) Nach den Wertungszahlen waren die SKJEler an Brett 3, 5, 7 und 8
deutlich besser, während wir nur an meinem Brett einen spürbaren DWZ-Vorteil hatten. Nach der Eröffnungsphase war ich dennoch guter
Dinge. Tobi hatte recht früh den gegnerischen a-Bauern eingesammelt und ich hatte ein besseres Endspiel erreicht. Bei Sebastian Kielhorn schien
mir die unkonventionelle Eröffnungsbehandlung des Gegners nichts eingebracht zu haben, Holger spielte noch, was bei ihm bekanntlich die
Punkterwartung hochschnellen lässt, und allein bei Rainer war frühzeitig abzusehen, dass er ein schwieriges Endspiel gegen das Läuferpaar
verteidigen muss. Leider war dies der letzte Zeitpunkt, in dem ich damit rechnete, dass wir an diesem Tag unser Mannschaftspunktekonto verbessern
würden. Jan Hendrik opferte eine Leichtfigur, für die er anschließend vergeblich nach Kompensation suchte. In der Folge gab er weiteres
Material, um seinen Angriff im Laufen zu halten, doch irgendwann sind ihm die Reserven ausgegangen. Jens hatte nach seiner Aussage auf
Abwarten gespielt, doch irgendwann seien ihm die Abwartezüge ausgegangen. Zumindest am Königsflügel fehlte seinen Figuren jeder
Bewegungsspielraum. Wie die Partie zu Ende gegangen ist, habe ich nicht gesehen, aber dieses Ende trat erwartungsgemäß nicht zu unseren Gunsten
ein. Rainers Gegner konnte durch präzises Spiel einen Bauern am Damenflügel gewinnen, wonach auch diese Partie verloren ging. Dazu muss
mir entgangen sein, dass Holger ein Remisangebot bekam, jedenfalls war diese Partie zu Ende, noch bevor ich in der Lage war, ein Veto
einzulegen. Angesichts der Entwicklung an den übrigen Brettern hätte es aber vermutlich nicht mehr lang gedauert, bis mir die
Argumentationsgründe gegen die Punkteteilung ausgegangen wären, denn Tobias kam aus der Zeitnotphase mit einem Minusturm hervor, womit die
Gegner auf 4,5:0,5 erhöhten konnten. Auch unser Mister 100% stach nicht: In einer englischen Partie standen sich Matzes Figuren am Damenflügel
etwas im Weg und irgendwann muss bei einer Abwicklung ein Bauer abhanden gekommen sein. Nun kämpfte er im Springer gegen Läufer-Endspiel auf
verlorenem Posten. Schließlich sah sich auch Sebastian K. gezwungen, eine Figur zu geben, weil er anderenfalls langfristig einen
entscheidenden Bauern zu verlieren drohte. Das Gegenspiel ging jedoch ins Leere und damit waren auch die beiden Punkte an den hinteren
Brettern an unsere Gegner gegangen. Ich habe meinen Gegner durch mehrere Übersehen immer wieder ins Spiel kommen lassen. Zum Schluss wickelte er
mit einem gut berechneten Opfer eines zweiten Bauerns in ein ausgeglichenes Turmendspiel ab und zeigte dort trotz knapper Zeit
sichere Technik. Während der SKJE wichtige Brettpunkte im Aufstiegskampf gesammelt hatte und am nächsten Tag tatsächlich nach einem 5:3-Sieg
gegen die Schachfreunde mit einem halben Brettpunkt Vorsprung in die Oberliga aufstieg, sah ich uns schon fast in der Stadtliga: Bille hatte
gegen Union gleich zwei Partien kampflos gewonnen und kam damit zu einem 4,5:3,5-Sieg, so dass wir auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen waren
und in der Schlussrunde unbedingt einen Sieg brauchten.
(Jeronimo Hawellek, 18.04.2010)
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